BIENENARTEN
Allein in Deutschland gibt es über 550 Bienenarten, weltweit sind es über 20.000. Um Ihnen bei der Bestimmung der von Ihnen gesichteten Biene zu helfen, haben wir diesen Bestimmungsführer für die häufigsten Bienenarten in Großbritannien und Europa erstellt.
HONEY BEES
(Apis)
Illustration einer weiblichen Arbeiterbiene
Honigbiene
Apis mellifera
So erkennt man sie: Honigbienen haben große, behaarte Augen und unbehaarte, glänzende Hinterbeine. Ihr Hinterleib ist oft warm bernsteinbraun und schwarz gestreift oder ganz schwarz. Die Weibchen tragen Pollen in Kugeln an ihren Hinterbeinen.
Beste Reisezeit: März bis Oktober.
Wissenswertes: Nur die weibliche Honigbiene kann stechen, allerdings nur einmal. Sie besitzt am Hinterleib einen Widerhaken, der sich nach dem Stechen festsetzt und nicht ohne Verletzung oder Tod wieder herausgezogen werden kann.
BUMBLEBEES
(Bombus)
Illustration einer weiblichen Arbeiterhummel (Agave scapularis)
Braunschwanzhummel
Bombus terrestris
So erkennen Sie die Gelbschwanzhummel: Sie gehört zu den größten Hummelarten Großbritanniens und ist an ihren zwei goldgelben Streifen und dem gelblich-braunen Schwanz zu erkennen. Die weibliche Arbeiterhummel (siehe Abbildung) hat einen weißen Schwanz mit einer dezenten braunen Linie, die den Schwanz vom restlichen Hinterleib abgrenzt, während der Schwanz des Männchens braun getönt ist.
Beste Reisezeit: März bis August
Wissenswertes: Erdhummeln nisten unterirdisch in großen Gruppen von über 500 Bienen und nutzen dabei oft alte Mäuse- oder Wühlmausnester.
Illustration einer Königin der Weißschwanzhummel
Weißschwanzhummel
Bombus lucorum
So erkennen Sie:
Die Weißschwanzhummel, die oft mit der Gelbschwanzhummel verwechselt wird, ist schwarz mit zwei leuchtend zitronengelben Streifen und einem strahlend weißen Schwanz. Die Männchen dieser Art haben zusätzlich gelbe Haare am Kopf sowie unterschiedlich viele gelbe Haare an Brustkorb und Hinterleib.
Wann man es sehen sollte:
März bis November.
Wissenswertes:
Wusstest du, dass eine Hummel bis zu 6 km pro Tag zurücklegen kann, um Blüten zu besuchen? Cool, oder?!
Illustration einer weiblichen Gartenhummel
Gartenhummel
Bombus hortorum
So erkennen Sie:
Die Gartenhummel ist schwarz mit drei gelben Streifen: je einem vorne und hinten am Brustkorb und einem dritten vorne am Hinterleib. Der Hinterleib ist leuchtend weiß.
Wann man es sehen sollte:
März bis Oktober.
Wissenswertes:
Die Gartenhummel besitzt die längste Zunge aller Hummeln. Sie kann bis zu 2 cm lang werden, wodurch sie den Nektar in tief hängenden Blüten wie Fingerhut und Geißblatt erreichen kann.
Illustration einer weiblichen Arbeiterhummel
Baumhummel
Bombus hypnorum
So erkennen Sie:
Baumhummeln haben einen flauschigen, ingwerbraunen Brustkorb, einen schwarzen Hinterleib und einen weißen Schwanz.
Wann man es sehen sollte:
März bis Juli.
Wissenswertes:
Im Gegensatz zu anderen Hummelarten nistet die Baumhummel bevorzugt in Hohlräumen wie Baumhöhlen (daher der Name), alten Vogelnestern, Nistkästen und Dachräumen.
Illustration einer weiblichen Arbeiterhummel
Gemeine Kardenhummel
Bombus pascuorum
So erkennen Sie:
Die Gemeine Honigbiene ist fast vollständig braun oder rötlich, wobei einige schwarze Haare die Mitte des Hinterleibs bedecken.
Wann man es sehen sollte:
März bis November.
Wissenswertes:
Der Name der gemeinen Kardierbiene leitet sich vom Verb „kardieren“ ab und beschreibt die Art und Weise, wie sie Materialien zusammenkämmt, um eine Art Strohdach für ihre Nester herzustellen.
Illustration einer Königin der Roten Hummel
Rotschwanzhummel
Bombus lapidarius
So erkennen Sie:
Rotschwanzhummeln haben einen tiefschwarzen Körper mit einem leuchtend roten Hinterleib, der bis zur Hälfte des Hinterleibs bedeckt. Die Männchen besitzen leuchtend gelbe Gesichtshaare und zwei
schmale gelbe Streifen verlaufen über die Vorder- und Rückseite des Brustkorbs.
Wann man es sehen sollte:
April bis November.
Wissenswertes:
Rotschwanzhummeln sind, wie auch andere Hummelarten, nicht aggressiv und stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen.
Illustration der Königin der frühen Hummel
Frühe Hummel
Bombus pratorum
So erkennen Sie:
Frühe Hummeln sind klein, schwarz und flauschig mit einem gelben Band auf Brustkorb und Hinterleib sowie einem orange-roten Schwanz. Das gelbe Band ist bei den Arbeiterinnen meist weniger ausgeprägt, und die Männchen besitzen zusätzlich gelbe Gesichtsbehaarung.
Wann man es sehen sollte:
März bis Juni.
Wissenswertes:
Frühe Hummeln sind dafür bekannt, eine Vielzahl von Blüten sowohl wegen ihres Pollens als auch ihres Nektars aufzusuchen und sind wichtige Bestäuber von Beerenfrüchten wie Himbeeren und Brombeeren.
SOLITARY BEES
Illustration einer weiblichen gelbbraunen Sandbiene
Gelbbraune Sandbiene
Andrena Fulva
So erkennen Sie:
Die Weibchen sind an Brustkorb und Hinterleib dicht fuchsrot behaart, Beine, Kopf und Bauchseite sind schwarz behaart. Man kann sie auch dabei beobachten, wie sie Pollen an ihren Hinterbeinen tragen. Die Männchen sind kleiner.
Sie sind kleiner und weniger farbenprächtig. Außerdem haben sie weiße Haarbüschel im Gesicht, die wie ein winziger Schnurrbart aussehen können.
Wann man es sehen sollte:
März bis Juni. Eine der ersten Wildbienen, die man im Jahr beobachten kann!
Wissenswertes:
Die Braune Sandbiene ist eine häufige, im Frühling fliegende Biene, deren Flugzeit mit der Blüte von Obstbäumen wie Kirsche, Birne und Apfel zusammenfällt.
Illustration einer weiblichen roten Mauerbiene
Rote Mauerbiene
Osmia rufa
So erkennen Sie:
Die Rote Mauerbiene wird oft mit der Braunen Sandbiene verwechselt. Sie ist klein und hat einen hellbraunen Brustkorb und einen orangeroten Hinterleib. Weibliche Rote Mauerbienen sammeln Pollen an der Unterseite ihres Hinterleibs.
Wann man es sehen sollte:
März bis Juni.
Wissenswertes:
Rote Mauerbienen sind höhlennistende Solitärbienen, die ihre Nester in hohlen Stängeln und Bienenhotels bauen und den Eingang mit Schlamm verschließen.
Illustration einer weiblichen Efeu-Minenbiene
Efeu-Mining-Biene
Colletes hederae
So erkennen Sie:
Die Efeu-Sandbiene ist etwas größer als die Honigbiene, aber ähnlich geformt. Sie hat einen dicht behaarten, ingwerfarbenen Thorax und deutlich abgegrenzte, glänzende gelbe und schwarze Bänder, die ihren Hinterleib bedecken.
Wann man es sehen sollte:
September bis November. Die Efeu-Solitärbiene ist eine der letzten Solitärbienen, die jedes Jahr schlüpfen.
Wissenswertes:
Wie ihr Name schon sagt, ernährt sich die Efeuhente hauptsächlich vom Nektar der Efeublüten während der Herbstblüte.
Illustration einer weiblichen Grauen Sandbiene
Graue Sandbiene
Andrena cineraria
So erkennen Sie:
Graue Sandbienen sind an ihren auffälligen schwarzen und aschgrauen Haaren zu erkennen, die ihren dunklen Körper bedecken. Weibliche und männliche Graue Sandbienen sehen sich ähnlich, wobei das Weibchen etwas größer und kurvenreicher ist und einen glänzenderen, unbehaarten Hinterleib besitzt.
Wann man es sehen sollte:
April bis Juli.
Wissenswertes:
Graue Sandbienen sind ungefährlich und daher für Kinder und Haustiere unschädlich. Tatsächlich sind Wildbienen im Allgemeinen nicht aggressiv, da sie weder Honig noch einen Bienenstock zu verteidigen haben.
Illustration einer weiblichen Willoughby-Blattschneiderbiene
Willoughbys Blattschneiderbiene
Megachile willughbiella
So erkennen Sie:
Die Blattschneiderbiene ist dunkelbraun mit hellbraunen Haaren an den Seiten des Brustkorbs und zwischen den Hinterleibssegmenten. Aufgrund ihrer kräftigen Muskulatur, die sie zum Zerkleinern von Blättern entwickelt hat, besitzt sie einen größeren Kopf als die meisten anderen Solitärbienen. Man kann sie oft fliegend beobachten, wobei sie Blattstücke zwischen ihren Beinen eingeklemmt hat.
Wann man es sehen sollte:
Mitte Juni bis August.
Wissenswertes:
Die Wildblumen, die Blattschneiderbienen am liebsten mögen, sind: Glockenblumen, Hornklee, Disteln, Brombeeren und Kräuter wie Minze!
Illustration einer weiblichen Wollkämmbiene
Wollkämmbiene
Anthidium manicatum
So erkennen Sie:
Wollbienen haben einzigartige, leuchtend gelbe Zeichnungen im Gesicht und an den Seiten ihres Hinterleibs. Sie gehören zu den wenigen Bienenarten, bei denen das Männchen größer als das Weibchen ist. Das Männchen ist zudem behaarter und trägt Stacheln am Hinterleibsende. Das Weibchen sammelt Fasern von Pflanzen wie dem Wollziest und trägt diese oft in silbrigen Bündeln.
Wann man es sehen sollte:
Mai bis August, Südengland.
Wissenswertes:
Männliche Honigbienen können nicht stechen, besitzen aber an ihrem Hinterleib bedrohliche Stacheln, mit denen sie Eindringlinge verscheuchen oder zerquetschen.
Illustration einer weiblichen Haarfuß-Blütenbiene
Haarfüßige Blütenbiene (Weibchen)
Antophora plumipes
So erkennen Sie:
Die weibliche Haarfuß-Blütenbiene ist ganz dunkel gefärbt und hat rostorangefarbene Haare an den Hinterbeinen. Sie ist recht groß und wird daher oft mit einer Hummel verwechselt. Männchen und Weibchen sehen deutlich unterschiedlich aus und sind daher leicht voneinander zu unterscheiden (siehe Bestimmungshinweise für Männchen weiter unten).
Wann man es sehen sollte:
März bis Mai.
Wissenswertes:
Wenn Sie einen Kamin haben, könnten Sie haarige Blütenbienen in Ihrem Haus finden, da frisch geschlüpfte Bienen manchmal versehentlich durch den Schornstein fallen können!
Illustration eines männlichen Haarfuß-Blütenbiene
Haarfüßige Blütenbiene (Männchen)
Antophora plumipes
So erkennen Sie:
Die männliche Haarfuß-Blütenbiene ist hellbraun-rot behaart, hat eine einzigartige gelbe Unterseite im Gesicht und auffällige, federartige Haare an den Füßen. Die Männchen sind sehr aktiv und können beobachtet werden, wie sie in den weichen Mauern und Lehmziegelritzen um die Nesteingänge der Weibchen herumschwirren und umherflitzen.
Wann man es sehen sollte:
Februar bis Mai.
Wissenswertes: Diese Art ist ein wichtiger Bestäuber für frühe Frühlingsblumen wie beispielsweise das Lungenkraut.
Illustration einer weiblichen Glockenblumen-Holzbiene
Glockenblume, Holzbiene
Chelostoma campanularum
So erkennen Sie:
Es handelt sich um winzige, schmale Solitärbienen (etwa 6–7 mm lang), die schwarz gefärbt sind. Aufgrund ihrer Größe und Farbe können sie leicht mit Fliegen verwechselt werden. Im Gegensatz zu Fliegen besitzen sie jedoch weiße Pollen sammelnde Haare an der Unterseite ihres Hinterleibs.
Wann man es sehen sollte:
Mitte Juni bis August.
Wissenswertes:
Männchen nutzen Glockenblumen bei schlechtem Wetter als „Unterkunft“ und schlafen oft mehrere Nächte am Stück in der Blüte.
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